Big Data oder One ERP?

Der vermeintliche Gegensatz zwischen der Harmonisierung verschiedener und verschieden konfigurierter SAP Systeme und einem Big Data Ansatz wie ihn SCOOP verfolgt, wird oft als problematisch angesehen. In der Tat ist er es nicht, weil hier von zwei verschiedenen Dingen die Rede ist. Sind harmonisierte Daten überhaupt wünschenswert? Es kommt darauf an. Wenn das Ziel eine einheitlich konfigurierte ERP Landschaft für das gesamte Unternehmen ist, dann wird sicherlich nach Erreichen dieses Ziels die einheitliche Steuerung des Unternehmens erheblich leichter. Die Übersichtlichkeit über Qualität und das Einhalten von vorgesehenen Prozessen würde verbessert. Allerdings stehen zwischen einer heute heterogenen ERP Landschaft und dem berühmt-berüchtigten „One ERP“ meist viele Jahre. Eine ehrliche Planung von Beginn bis Ende würde da schon gerne mal 10 Jahre in Anspruch nehmen. Weil das mit den Anforderungen des Business inkompatibel ist, wird das Thema in kleinere Projektanteile aufgeteilt, was aber nur der Optik aufhilft. One ERP Projekte (an deren Ende oft dann doch nicht das eine ERP steht) sind Monsterprojekte, wie der Autor am lebenden Objekt erfahren durfte. Weil der Weg zu One ERP so unendlich langwierig ist und oft auch der Wille des Unternehmens weltweit vollkommen einheitlich geführt zu werden gar nicht eindeutig klar ist, wird häufig die Abkürzung gewählt: Die ERP Systeme bleiben heterogen und die Vereinheitlichung wird durch ein Data Warehouse abgebildet. Hier fällt nach typischerweise 2-4 Jahren Projektlaufzeit aber Wunsch und Wirklichkeit auseinander. Zwar bietet das Data Warehouse eine einheitliche Darstellung von Kenngrössen und Trends. Aber was kommt nach der Erkenntnis, dass im einen oder anderen Gebiet nun Handeln angesagt ist? Da die Daten auf dem Weg vom ERP ins BW harmonisiert, angepasst oder,...